EST.

2008

Natürlich

lebendig

authentisch

Spruch des Tages – Es sind unsere Entscheidungen

„Es sind unsere Entscheidungen,

die unser Leben gestalten.“

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Dedicated to

GOD in Jesus Christ

Thank you for what you have done today!

Tania Manteufel

 

 

Gestern hatte ich ja gerade erst einen Spruch des Tages gepostet. Heute möchte ich gleich noch einen hinterher schicken, um den gestrigen Post noch ein wenig zu verfeinern, damit nicht womöglich ein falscher Eindruck entsteht. Diejenigen, die „Ich bin doch keine Maschine!“ gelesen haben, könnten ja evtl. den Eindruck bekommen, dass ich so oft und so gerne nur von der Liebe spreche, die wir angeblich brauchen, dass es für den einen oder anderen vielleicht nicht realistisch klingen mag.

Daher: Ja, ich konzentriere mich am liebsten die meiste Zeit auf die Liebe, die ich in mir trage und dadurch die Möglichkeit bekomme, andere im selben Licht zu sehen. Aber: Nein, ich rauche nicht den ganzen Tag Haschisch, damit ich durch und durch peacig vernebelt immerzu durch rosa Wolken tanzen kann. Nein, dem ist mitnichten so! Ich würde mal sagen, dass es eher für manche verwunderlich bis vielleicht extrem klingen mag, wenn ich sage, ich versuche doch recht gesund zu leben, rauche und trinke nicht. Keinen Alkohol und noch nicht einmal Kaffee. Außer ich gönne mir einfach mal einen Latte-Macchiato, weil der einfach unwiderstehlich lecker ist. Jedoch muss ich dann tatsächlich darauf achten, dass ich ihn nicht mehr nach 16 h trinke, da ich dann womöglich nicht mehr einschlafen kann, so entwöhnt bin ich mittlerweile. Unglaublich? Aber wahr! Und für diejenigen, die sich vielleicht diese Frage jetzt stellen: Nein, es hat nichts damit zu tun, dass ich an Gott glaube, sondern ich versuche einfach darauf zu achten, was mir gut tut. Und Kaffee, Alkohol & Co tun mir außerordentlich ungut.

Darf ich wütend sein? Darf ich mich verletzt fühlen und das auch äußern? Darf ich mal so richtig toben vor Wut, dass ich am liebsten einen Karton hätte, den ich mit meinem Fuß mindestens bis zum Mond schießen würde? Natürlich! Warum denn nicht? Hey, wo kämen wir denn da hin, wenn wir das nicht tun würden? Aua! Dann ginge es uns wahrscheinlich mega schlecht und wir würden womöglich tatsächlich einen Peace brauchen, um uns durch die rosa Wolken schweben lassen zu können mit einem von Drogen geprägtem Liebes-Lächeln im Gesicht (Mein persönliches Bild zu dieser Thematik. Aber nur Hypothese, denn ich habe ja nie geraucht! Langweilig? Naja… so what!)

Was ich sagen will: Ja, verdammt, ich kann auch mal anders und das ist gut so. Was mir dabei allerdings gut tut, um am Ende nicht womöglich mit mega schlechtem Gefühl nach Hause zu gehen, ist, mich, auch wenn ich stinksauer bin und meinem Gegenüber, auf den ich gerade stinksauer bin, am liebsten mit nacktem Arsch ins Gesicht springen würde, zu versuchen darauf zu besinnen, was ich bislang alles Positives mit diesem Menschen erlebt habe, um nicht in meiner Brass womöglich etwas zu tun, was mir am Ende leid tun könnte. Das heißt also, auch in so einem Moment, versuche ich mich auf die Liebe zu konzentrieren, die doch (ich hoffe, ich spreche jetzt für alle oder zumindest die meisten unter uns) eigentlich die schönere Variante von allen Möglichkeiten ist, die einem so zur Verfügung stehen, oder? Zugegeben, mir gelingt das auch nicht immer. Aber Gott sei Dank kann ich mich wenigstens soweit beherrschen, dass ich in meiner Brass nicht tatsächlich die Hosen runterlasse, um meinem Gegenüber den Allerwertesten mitten auf die Nase zu hauen.

Die Japaner geben uns da ein super Beispiel. Zumindest  habe ich das mal gelesen. Ich kenne leider bis dato noch keinen persönlich, den ich dazu hätte befragen können. Jedenfalls habe ich mal gelesen, dass die Firmenchefs in ihren Companies immer auch einen Sandsack für ihre Mitarbeiter bereit stehen haben, so dass, wenn sie mal stinksauer wegen irgendwas werden, sich zunächst erst einmal so richtig an dem Sandsack auslassen können bis ihre Wut verflogen ist. Wenn das dann der Fall ist, können sie wieder beruhigt in das Meeting oder das Kundengespräch zurück gehen und weiterhin sachlich argumentieren. Was für eine geile Erfindung! Ich will auch einen!

Ihr bemerkt vielleicht, dass ich heute mal ganz anders schreibe. Nicht so rosaromantisch mit ganz viel Weichspülerschleim, der nur so aus dem Monitor gequollen kommt, wie es evtl. dem einen oder anderen vorkommen mag, wenn man meine Posts liest. Zugegeben, mir macht es auch gerade richtig Spaß, mal in diesem Stil etwas zu posten. Ich war nämlich gerade sowas von stinksauer. Aber ich kann Euch sagen, auch wenn man wie Chris und ich (noch) keinen Sandsack zur Verfügung hat, hilft es einfach mal an die frische Luft zu gehen, sich völlig rauszuziehen und mit sich allein so oft um den Block oder wo auch immer hin zu laufen, bis die Wut wieder verflogen ist und man sich dann doch wieder an die Dinge zurückerinnert, die bislang immer schön waren und daher auch wieder klare und vernünftige Gedanken fassen kann.

In diesem Sinne.

 

Edit: Ich bin jetzt noch einmal um den Block gegangen und möchte gerne meinen heutigen Blogeintrag noch einmal editieren, damit unsere so lieben Kunden, die wir so sehr schätzen nicht einen Schreck bekommen, weil sie mich (und ich mich auch selbst) so sehr sarkastisch überhaupt nicht kennen. Dieser Beitrag, auch wenn er mich zeitweilig tatsächlich ob der Ausdrucksweise, die mir da über die Lippen gekommen ist, etwas belustigt hat, möchte ich Euch gerne mitteilen, was hinter all dem steckt.

Chris und ich geben uns immer vollste Mühe, wobei, wenn ich jetzt Mühe schreibe, weiß ich nicht, inwieweit das im Versteckten in einem Arbeitszeugnis wohl als eher negativ ausgelegt werden könnte. Also besser und so ist es tatsächlich: wir geben unser Herzblut in Eure Bilder. Nicht nur unser Herzblut in die Bilder, die wir am Ende bearbeiten, sondern auch und das weiß ein jeder Kunde, der uns bislang kennengelernt hat, dass wir auch immer während des Shootings mit Euch mit ganz viel Herzblut dabei sind, Euch die schönsten Bilder zu erstellen, die wir imstande sind, für Euch festzuhalten. Das hat mit ganz vielen Faktoren zu tun. Nicht nur allein damit, ob das Wetter stimmt und es hoffentlich nicht regnet. Nein, die Menschen, von denen wir dann am Ende eine Rückmeldung bekommen, dass uns, vorzugsweise mir, die Tränen laufen und Chris eine Gänsehaut bekommt ob der Herzlichkeit, die da wieder zu uns zurückschwingt, wissen das, weil diese Menschen spüren, was wir ihnen eigentlich während eines Shootings mit ihnen tatsächlich geben. Wir sind Menschen und wir möchen einen jeden von Euch auch als diesen sehen und Euch spüren lassen, dass wir dies tun. Das ist im Grunde unsere Arbeit an dem ganzen Shooting. Wir sind keine Maschinen, die einfach nur einen Knopf auf einer 6.000 EURO teuren Kamera drücken. Dahinter steckt so viel mehr. Dahinter steckt unser ganzes Herz. Und das ist der Grund, weshalb wir am Ende einer langen Hochzeitssaison mit daneben noch vielen anderen Shootings derart ausgebraucht sind, dass wir eigentlich sofort erst einmal Urlaub brauchen. Bislang hatten wir es aber immer so gehalten, da wir wussten, dass unsere Kunden, die uns so sehr am Herzen liegen, sich auf ihre Bilder freuen und wir uns daher selbst zurücknehmen, um ihnen eben genau diese Freude zu bereiten.

Das Ganze kostet uns natürlich noch einmal ganz viel Kraft. Dann passiert es natürlich auch mal, dass wir irgendwann dermaßen unter Druck stehen, weil der Berg an Fotos, die sich angesammelt haben, so groß geworden ist, dass wir einfach nicht mehr so schnell mit dem Bearbeiten hinterher kommen, wie sich der ein oder andere Kunde das aber gerne wünscht. Wenn dann auch noch ganz unerwartet eine Krankheit dazu kommt, die uns echt den Boden unter den Füßen weg zieht, dann ist es so unglaublich unmenschlich, wenn wir sagen, dass wir krank sind und uns dann einerseits Mitteilungen erreichen, dass man uns gute Besserung wünschen würde, aber sich doch dennoch schnell die Fotos erwünsche oder auf der anderen Seite Verständnis versprochen wird, aber nach einer Weile die Ungeduld doch wieder siegt, so dass für uns der Druck unterdessen so groß geworden ist, dass wir nun beide komplett ausgefallen sind. Und zwar nicht nur mit einer Grippe, sondern doch mit weitaus schwerwiegenderem.

Ich schreibe das Ganze auf, da ich es schade finde, dass ganz offensichtlich das bloße Wort krank heutzutage überhaupt keine Bedeutung mehr zu haben scheint. Das hat natürlich mit unserer kompletten Gesellschaft oder der heutigen Zeit zu tun. Aber liebe Leute, lasst Euch doch nicht Eure Menschlichkeit nehmen! Spätestens, wenn es Euch selbst einmal so geht, werdet ihr hoffentlich daran erinnert, dass ihr Menschen seid und keine Maschinen!

Um auch aus dieser Erfahrung für uns etwas positives mitzunehmen, haben wir uns vorgenommen, in zukünftigen Vorgesprächen mit unseren Kunden genau dieses Thema im Vorwege zu kommunizieren. Zu erklären also, dass unsere Saison, eine Hochsaison ist, da im Winter sehr sehr wenig zu tun ist hier in unserer Region. Das bedeutet, dass im Sommer also so viel mehr Termine von uns durchgeführt werden und auch müssen, da wir ansonsten das Ganze für Euch gar nicht machen könnten, weil wir schlicht und ergreifend nicht überleben würden. Das, was im Winter hier bei uns in der Ecke noch ankommt, ist ein Witz, von dem wir nicht einmal die Batterie für unsere Kamera kaufen könnten, geschweigedenn etwas zu essen.

Wir haben uns also fest vorgenommen, Euch einfach einmal zu erklären, warum es in der Nachsaison, wenn alle Termine abgearbeitet wurden immer zu einem Engpass kommen muss, da wir zunächst mehr Termine machen, als wir abarbeiten können.

Alle diejenigen, die sich für uns entscheiden, die hatten einen Grund zu uns zu kommen. Uns wird soooo oft schon bei der Anfrage gesagt, dass wir so wundervolle Bilder machen, weil sie so lebendig wirken, so authentisch und so echt. Das geht nur deshalb, weil wir unser Herzblut in Eure Bilder geben. Nicht, weil wir eine richtig teure Kameraausrüstung haben und irgendwie gut fotografieren können.

Wir verstehen, dass es manchmal wahrscheinlich einfach einer längeren Erklärung bedarf, damit man seinem Gegenüber erklären kann, was es für uns bedeutet, wenn wir sagen, dass wir krank sind. Denn viele unserer lieben Kunden haben in den letzten fast nunmehr 9 Jahren bereits mitbekommen, dass, wenn es sich um eine Hochzeit handelt, wir dennoch ihren Termin wahr nehmen, wenn es sich „nur“ um eine Grippe handelt, da wir wissen, wie wichtig Euch dieser Tag ist. Ein ganz liebes Brautpaar in diesem August weiß das, weil ich an ihrem Hochzeitstag bereits so grippal erkrankt war, dass ich gar nicht mehr sprechen konnte. Dieses Brautpaar hat bis heute noch nicht eines ihrer Fotos gesehen und ist nur höchst verständnisvoll für unsere derzeitige Situation, was uns so unglaublich dafür entschädigt, was uns auf der anderen Seite aber leider enttäuscht.

Doch sind wir Menschen, die immer versuchen, sich zurückzunehmen und zu versuchen zu verstehen und das Positive an jeder Situation zu sehen. Deshalb soll dies alles hier tatsächlich erklärend sein und nicht anklagend. Denn natürlich tragen wir für diese Situation wie wir sie jetzt haben, eine Mitverantwortung dahingehend, dass wir also bislang immer nicht erkannt haben, dass große Aufklärung vonnöten ist, damit man unsere Situation versteht. Wir haben daher heute allen Kunden mitgeteilt, was hier tatsächlich gerade Phase ist. Also nicht nur von einer (bloßen) Krankheit gesprochen, sondern von einer Situation, die tatsächlich gerade sehr sehr ernst ist, dass wir beide komplett ausgefallen sind und unsere Arbeit nicht ausführen können.

Meine Blogeinträge richten sich also an Eure Menschlichkeit! Wir lieben das, was wir tun, deshalb geben wir uns auch gerne ganz. Wenn das jedoch nicht gesehen wird, dann trifft uns das verdammt tief.

Alles Liebe für Euch!

Tania

 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Liebste Grüße,

Tania

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